the divorcée diaries

T€URO

Ich habe echt versucht, mich aus der "Seit dem €uro ist alles teurer geworden"-Diskussion rauszuhalten, aber irgendwie geht es mir echt auf den Keks, wie unverhältnismässig die Preise in den Läden sind...

Wenn sogar meine Mutter, die eine Meisterin darin ist, mit ihrem Geld hauszuhalten, nicht mehr hinkommt und nur noch am Knaspeln und Sparen ist, dann stimmt irgend etwas nicht!

Hier ein paar Beispiele, wo mich die Preisentwicklung dann doch stutzig macht:

  1. Die "Chucks" meiner Tochter kosten jetzt im Laden € 69,90 - die haben doch "damals" nie 140,- DM gekostet! Soweit ich mich erinnern kann, haben die High Tops damals 70,- DM und die Low Cut 49,- gekostet, was trotzdem eine Stange Geld war und ich no name Chucks-Ersatz in grün hatte, weil die anderen einfach nicht drin waren
  2. Eine Tüte Haribo kostete wenn sie "teuer" war 0,99 Pfennig, heute kosten sie im Angebot € 0,66
  3. Heute kommt man mit € 1200 (für ein Kind + ein Erwachsener) an die Sozialhilfegrenze, früher hätten die mich lachend weggeschickt, wenn ich 2400,- DM gehabt hätte und trotzdem nicht mit meinem Geld hinkäme
  4. Einige meiner Kumpels meinten damals, dass sie aufhören würden zu rauchen, wenn die Schachtel Zigaretten jemals über 5,- DM käme - heute zahlen sie, beinahe ohne mit der Wimper zu zucken, für eine Schachtel mit sogar weniger Ziesen drin als vorher € 3,70! Hallo!? Das sind stolze 7,- DM pro Schachtel! Wäre nicht jetzt der ideale Zeitpunkt, mit dem Rauchen aufzuhören?
  5. Ein Fuffi langte früher aus, um ein Wochenende auf die Piste zu gehen - heute langen € 50 gerade mal für Samstagabend
  6. Erinnert ihr euch noch an die 0,20- Pfenning Brötchen? Versucht mal heute einigermaßen wohlschmeckende Brötchen für 10 Cents zu bekommen!!!

Ich denke mal, da fallen euch nich mehr Dinge und Situationen ein, die einfach unbezahlbar oder unverhältnismäßig teuer geworden sind...

Mich nervt es einfach, dass ich egal wie ich mich abstrampel mit meinem Geld kaum hinkomme - und dabei kaufe ich schon fast nur noch bei Aldi & Co. ein! Und da wollen uns manche einreden, dass der €uro kaum Veränderungen gebracht hat...

Ein Positives hat es jedoch! Es ist mal wieder billiger geworden, die Sachen direkt in den USA zu besorgen - dank dem tollen €uro-/Dollar-Kurs

2.6.07 12:52

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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Claudia / Website (2.6.07 17:34)
Erschrecke mich auch immer wieder, wenn ich die Eurobeträge mal 2 nehme. sollte man ja nicht mehr machen, da wir ja nun schon ein paar Jahre den Euro haben. Aber, habe ich früher mit Leichtigkeit gesagt: "Das T-Shirt für 39,90 DM ist aber preisgünstig!"? Peek & Clopppenburg hatten T-Shirts für 19,90 Euro, ein echter "Preishammer" und man versteht die Leute nicht, die gleich mit 6 Stück davon zur Kasse gehen. Meinen Etat fürs Haushaltsgeld musst ich auch um 20,00 Euro erhöhen. Obwohl ich preisgünstig oder Angebote einkaufe!


Stefan / Website (2.6.07 21:10)
Der Fehler der Deutschen ist erstens, dass sie Euro-Preise grundsätzlich mal 2 nehmen. Ein Euro ist aber genau genommen 1,95583 Euro. Pro Euro rechnet also jeder Deutsche schlappe 4 Pfennig obendrauf.

Zweitens vergisst der Deutsche, dass es seit 2002 auch eine Preissteigerung bei der DM gegeben hätte. Die rechnet der Deutsche aber geflissentlich heraus und sagt einfach, früher hätte das Glas Kirschen nie 3 DM gekostet.

Drittens weiß der normale Deutsche mit Sicherheit nicht, was ein Glas Kirschen zu DM-Zeiten gekostet hat. Ich weiß echt nicht mehr, was was zu DM Zeiten gekostet hat. Insofern kann ich auch gar nicht sagen, was wie teuer geworden ist und ob es an der allgemeinen Preissteigerung liegt oder am EURO.

Last, but not least, die Lebensmittelpreise in Deutschland gehören zu den Niedrigsten innerhalb Europas. Der Deutsche gibt lieber sein Geld für alles mögliche aus, nur nicht fürs Essen. Die Lebensmittelpreise sind kontinuierlich eher gesunken als gestiegen.

Und last, wir haben einen Wirtschaftsaufschwung und der führt einfach dazu, dass Preise steigen, weil die Nachfrage steigt.

Vergiss einfach die DM. Ich habe sie 2002 vergessen, weil ich Haushaltsbuch führe (ich weiß, superspießig, aber mir hilfts) und da gebe ich das aus, was ich ausgeben kann. Da ist es mir wirklich egal, ob ich in DM, Euro, Dollar oder Britischen Pfund bezahle.


Daniela / Website (3.6.07 09:28)
Laut meinen Gehaltsabrechnungen verdiene ich aber auch jetzt das in Euro
, was ich von 18 Jahren in DM verdient habe (da habe ich angefangen)...ohne das ich den Job oder die Tarifklasse gewechselt habe.
Wenn ich in meinen Bekanntenkreis rumfrage stimmen da alle zu :Der Durchschnittsangestellte hatte früher 18 DM ,heute 18 Euro die Stunde
@ Stefan:Das mit den Haushaltsbuch ist sehr löblich und gar nicht spießig
.Es hilft Überblick über die eigenen Finanzen zu bekommen und lässt erkennen, wann man mal etwas auf den Kopf hauen darf. Seit ich Haushaltsbuch führe habe ich noch nicht einmal meinen Dispo benutzt und habe das Gefühl ,ich kann mir mehr leisten.


Cool Mom Claudia / Website (3.6.07 16:31)
Habe auch ein Haushaltsbuch! Nur sehe ich leider daher ganz genau, dass nicht viel übrig bleibt..., schniff, schniff! Und wo es hingeht!


Stefan / Website (4.6.07 08:26)
@Claudia,

das Problem ist nicht der Euro, das Problem ist, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Die Schere zwischen Arm und Reich wäre auch bei der DM größer geworden. Andere Länder haben keinen Euro (USA) und da klafft die Schere noch weiter auseinander. Lass dich nicht an der Nase rumführen und dir einreden, es läge am Euro. Der Euro ist ein Segen für Europa. Das Problem liegt woanders. Der sog. Teuro wird nur von gewissen Institutionen ins Feld geführt, um bestimmte Interessen durchzusetzen, die da heißen, Abschottung vom Rest der Welt. Und das kann Deutschland am allerwenigsten gebrauchen. Wir sind abhängig vom internationalen Handel und da ist der Euro ein Garant, dass wir Handel mit der Welt treiben können.

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