the divorcée diaries

Schule Hamburg

Das hier war als Kommetar zu "Abschlussfeier, die Erste" ein wenig zu lang, daher ist es hier...

@ Lisa: Eigentlich hast du recht damit, dass man nach 10 Jahren an der Schule den Realschulabschluss und nach 9 den Hauptschulabschluss bekommt, aber nur, wenn man auf einer Gesamtschule oder Realschule alles in einem durch macht. Dann bekommst du nach der 9. ein Zeugnis auf dem steht "Dieses Zeugnis entspricht in seiner Berechtigung einem Hauptschulabschluss" - ohne dass Du die Prüfungen dafür abgelegt hast!
Gehst du aber erst auf die Hauptschule, machst Du drei Prüfungen (Englisch, Deutsch und Mathe), schriftlich und mündlich. Danach bekommst Du dann einen Hauptschulabschluss!

Bist Du gut genug um weiter zu machen, gehst Du auf die Realschule und wiederholst sozusagen die 9. noch einmal, damit Du auf den gleichen Stand kommst, wie die, die schon seit der 7ten in der Klasse sind und dann schreibst Du am Ende auch da in den eben genannten drei Fächern eine Prüfung und gehst ins Mündliche...

Und macht meine Maus weiter, wie sie es vorhat, kommt sie danach auf das Gymnasium und "wiederholt" dort die 10. Klasse, die E-Klasse, in der dann alle Kinder, die jetzt erst mit dem Gymnasium anfangen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden, damit dann Klasse 11, 12 und 13 relativ reibungslos ablaufen können! Und dann hat sie eben die Abiturprüfungen, nur dass sie Pech hat und dann das Zentral-Abi schreiben muss!

Mag lange klingen und scheinbar 2 Jahre vergeuden, aber sie ist jung, sie hat Zeit und mir ist es lieber sie hat drei recht gute Abschlüsse, als einen halbwegs guten, durch den sie sich 13 Jahre gequält hat! Außerdem hat sie so die Möglichkeit eventuell zwischen den einzelnen Abschlüssen auch mal eine Auszeit zu nehmen und z.B. ein Jahr über den Teich oder sonst wo hin zu fliegen/gehen/schwimmen...

Wir handhaben das hier in der Familie ganz flauschig - sie wird ihren Weg finden und wenn er ein wenig länger dauert, sie es aber dafür ganz ordentlich macht, soll es mir recht sein! Ich habe mein Abitur sechs Wochen vor meinem 30. Geburtstag bekommen - nicht, dass das ein Maßstab für sie sein soll!

29.6.07 09:16

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Stefan / Website (29.6.07 13:59)
Nun, Geschmäcker und Ansichten sind verschieden. Aber ich halte diesen Weg für mäßig optimal. Wenn man das Abi vorhat, dann sollte man dem sich auch ruhig gleich stellen. Ich denke, deine Tochter hat das Potential dazu (zumindest sprechen die Noten dafür) und ich denke eher, auf der Hauptschule ist sie unterfordert als überfordert. Ich bin jetzt niemand, der der Meinung ist, ein Kind sollte von klein auf die Härte des rauhen Alltags spüren, aber zu seicht sollte es auch nicht von statten gehen. Das Gymnasium in Hamburg ist eh von Haus aus nicht so hart, wie beispielsweise in Bayern oder Baden Würtenberg.

Meine Tochter ging auf Empfehlung der Lehrer aufs Gymnasium und wuppt das bisher ganz prima. Sie wird sogar von Jahr zu Jahr besser (bisher zumindest). Dieses Jahr wird sie voraussichtlich einen Durchschnitt von 2,2 bekommen. Alles alleine, ohne fremde Hilfe, aus eigenem Antrieb. Das Leben wird sicher mit zunehmenden Alter nicht leichter und so kann sie Selbstvertrauen aufbauen und sich später sagen, ich hab das Abi geschafft, warum soll ich andere Dinge nicht schaffen? Ich bin sicher, es schadet nicht, wenn man schon als Kind sich dem stellt, was man zu schaffen in der Lage ist.


Cool Mom Claudia / Website (29.6.07 17:58)
Wenn man hier als Kind nach der 4. oder 6. Klasse keine Empfehlung für das Gymnasium bekommt, kommt man schon gar nicht mehr an die Plätze ran!

Meine Maus ging nach der 6. auf die Realschule, aber ihre Noten sackten dann doch rapide ab nachdem mein Ex auszog. So standen zwei Dinge zur Debatte: entweder Schulwechsel oder auf dieser wirklich für sie guten Schule bleiben, aber eben auf die Hauptschule runter gestuft werden...

Ich habe das getan, was für sie in dem Moment das Beste war und sie hat sich innerhalb der 2 Jahre die sie in der Klasse war echt toll gefangen und wieder gute Noten bekommen, so dass sie jetzt mit Leichtigkeit wieder auf die Realschule wechseln konnte.

Ich bin kein Fan davon, ein Kind nur deshalb irgendwo einzustufen oder einzuschulen, nur weil es das Potential hat. So wird sie auch ihren gewünschten Abschluss schaffen, aber in einem für sie angenehmen Tempo.
Sie ist Gymnasium-Material, ohne Frage, aber der Rest muss auch passen und ehe sie sich quält oder ich sie antreiben muss und es wegen der Schule nur Stress gibt, lasse ich ihr lieber die Zeit, die sie braucht um sich zu entwickeln, zu finden und ihre Schule zu machen...

Ich habe großes Vertrauen in sie, dass sie das schaffen wird, was ihr wichtig ist. Und wenn ihr das Abitur wichtig ist, dann wird sie es so hinbekommen, dass es ihr angenehm ist und trotzdem Leistung dabei rum kommt. Sie hat das hier geschafft, dann schafft sie auch noch anderes!


Innerhalb eines Jahres von 3.0 auf 2.0 runter und in den mündlichen Prüfungen 1,1- und 2 zu bekommen, hat mich dann doch bei ihr beeindruckt und mir gezeigt, dass sie es kann, wenn sie es selber will. Und daher überlasse ich den Rest auch ihr, immer mit Hilfe bereit wenn gewünscht und mit jeder Menge Vertrauen in meine Maus!

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